change language
vous êtes dans: home - l'oecum...dialogue - rencontr...tionales - sarajevo 2012 newslettercontactslink

Soutenez la Communauté

  

Les arrivées des premiers couloirs humanitaires 2018 en Italie. La nouvelle phase du projet, devenu un modèle d'accueil et d'intégration pour l'Europe

"PAIX SUR TOUTES LES TERRES" : 1er janvier, une marche pour un monde qui sache accueillir et intégrer

Le premier jour de l'année nouvelle, manifestations sur tous les continents pour soutenir le message du pape François

De l'Indonésie au Salvador, de l'Allemagne au Mozambique, voici les nouvelles galeries d'images des repas de Noël de Sant'Egidio dans le monde

Des photos continuent d'affluer de tous les continents, regardez-les sur notre carte interactive!

Galerie de photos et vidéos du repas de Noël à Santa Maria in Trastevere

Visite virtuelle de la crèche de Sant'Egidio : Jésus accueilli par les pauvres, les malades, les sans logis et les hommes de toutes confessions

Sant'Egidio et la Muhammadiyah signent à Djakarta un nouvel accord pour la paix et le dialogue interreligieux

une délégation de la Communauté menée par Marco Impagliazzo se trouve en Indonésie

Sant'Egidio au conseil de sécurité de l'ONU pour un point sur la République centrafricaine

Mauro Garofalo : "Le succès de ce premier désarmement garantit la crédibilité de l'ensemble du processus en actes"

Donner à manger aux personnes âgées au Mozambique : distribuitions d'aides alimentaires aux plus pauvres dans la ville de Beira

Aidons les réfugiés rohingyas au Bangladesh

La Communauté de Sant’Egidio lance une collecte de fonds pour envoyer des aides dans les camps de réfugiés au Bangladesh, en collaboration avec l’Eglise locale

Tous les textes de la rencontre #Pathsofpeace

L'assemblée d'inauguration de la rencontre internationale Chemins de Paix

Chemins de 2017 : tout sur la rencontre internationale des religions du monde pour la paix

Le programme, les intervenants et les événements en direct streaming

Global friendship, #MoreYouthMorePeace : le message et l’engagement des Jeunes pour la paix à Barcelone

rendez-vous l’année prochaine à Rome !

 
version imprimable
10 Septembre 2012 16:30 | Sarajevo National Theatre

Die Erbauer des Friedens



Vinko Puljic


Cardinal, Archevêque de Vrhbosna-Sarajevo, Bosnie-Herzégovine

Gott schenkt dem Menschen Frieden im Gewissen. Nur wer Frieden im eigenen Herzen trägt, kann auch den Frieden aufbauen. Der Mensch, der für die Gabe Gottes offen ist, ist in der Lage Erbauer und Vermittler des Friedens zu sein. Jesus hat diejenigen selig genannt, die den Frieden aufbauen. Die Seligpreisungen der Bergpredigt sagen ausdrücklich: Selig die Frieden stiften (Mt 5,9).  Jesus sagt es auch auf andere Weise: "Frieden hinterlasse ich euch…" (Joh 14,27).

Die Gabe Gottes ist der Friede in den menschlichen Herzen, Frieden unter Menschen und Völkern. Der Egoismus, Hass und andere Interessen sind imstande, den Frieden zu ruinieren und die Umstände für den Krieg hervorzubringen. Der Selige Johannes Paul II hat, als er am 12 April 1997 eintraf, am Flughafen von Sarajewo gesagt: "Ich möchte alle Bürger dieses Landes umarmen, besonders die, die ihre Lieben verloren haben, die an ihren Körpern die Zeichen des Krieges tragen und die während des Konfliktes gezwungen waren, ihr eigenes Haus zu verlassen …". Er ist als Pilger des Friedens mit einer Friedensbotschaft und dem Gebet für den Frieden nach Sarajewo gekommen.

In dieser Botschaft legte der Papst auf besondere Weise das spirituelle Bedürfnis nach einer erneuerten Innerlichkeit des Menschen dar; in seinem Inneren sei das Ärgernis angesiedelt, das für Kriege ursächlich sei. Wirklich, für den Aufbau des Friedens ist es sehr wichtig, das Herz vom Hass zu befreien. Für den Prozess der inneren Befreiung muss man den Weg über das innere Freiwerden mittels der Vergebung beschreiten. Die Vergebung tastet die Verantwortlichkeit nicht an, sie befreit aber das Herz vom Gift des Hasses. Nur wenn wir innerlich frei sind, können wir Erbauer des Friedens sein.
Die Fundamente für den Aufbau des Friedens sind klarerweise die Wahrheit und die Gerechtigkeit. Für die Wahrheit braucht es den Mut, der sich über die politischen Interessen erhebt und alles bei seinem wahren Namen nennt. Das Anliegen der Gerechtigkeit liegt darin, dass jede Person die Verantwortung für ihre eigenen Handlungen übernimmt.
Die Gerechtigkeit, welche die juristischen Verfahren leitet, genügt nicht zum Aufbau des Friedens, wenn es keine Reinigung gibt, wenn es kein Anerkenntnis und Bereuen der begangenen Verfehlungen gibt. Hier sind persönliche innere Haltungen wichtig, die betreffende im Christentum nennt sich Bekehrung, und sie geht von der Reue aus.

Der Selige Johannes Paul II rief am Flughafen von Sarajewo am 12. April 1997 aus: "Nie wieder Krieg, nie wieder Hass und Intoleranz! Das ist die Nachricht dieses Jahrhunderts und Jahrtausends, die zu Ende gehen." Der Papst unterstrich die Botschaft seiner Pilgerreise für den Frieden in Sarajewo: "Die Logik der Gewalt muss ersetzt werden durch eine konstruktive Logik des Friedens" … "Der Friede wird siegen, wenn alle es verstehen werden, in der Wahrheit und in der Gerechtigkeit zu arbeiten und dabei zugleich den legitimen Erwartungen der Bürger dieses Landes entgegenkommen, die in ihrer komplexen Vielschichtigkeit ein Zeichen für ganz Europa sein können".

Es ist uns bewusst, dass der Krieg viele Gebäude zerstört hat, er hat viele Menschenleben mit sich fortgerissen und viele Brücken zerbrochen. Gebäude baut man schnell wieder auf, jedenfalls da, wo guter Willen dazu da ist, die Toten aber kann man nicht ins Leben zurückrufen. Wir können jedoch den Gräbern der Opfer Respekt erweisen. Es wäre sehr wichtig, wenn allen Bürgern Bosnien-Herzegowinas bewusst wäre, dass jedes Opfer Respekt verdient und dass die Opfer nicht zu politischen Zwecken manipuliert werden können. Dies ist grundlegend dafür, dass wieder Vertrauen einkehrt. Schwieriger ist es,  die Wunden in den Herzen der Menschen zu heilen und Beziehungen unter den Menschen aufzubauen. Wie lässt sich Vertrauen zurückgewinnen? Wie kann man die Befriedung stabilisieren?

Ohne die Stabilisierung eines gerechten Friedens gibt es keine Vergebung, keine Wiederversöhnung und kein Vertrauen. Gerechte Gesetze müssen erlassen werden, vor denen wir alle gleich sind. Wir können bezeugen, wie es in dem vorangegangen Staatssystem zwar die zu wünschende theoretische Gleichheit vor dem Gesetz gegeben hat, aber in Wirklichkeit eine substanzielle Ungleichheit vorherrschte.

Ferner erleben wir, dass die Mächtigen dieser Welt die Menschenrechte beschwören, doch es ist offensichtlich, dass die Mächtigeren leichter Recht bekommen. Das ist ein großes Hindernis für den gerechten und dauerhaften Frieden, in dem sich jeder Mensch sicher fühlt und in der Lage ist, eine bessere Zukunft aufzubauen.

Für den Aufbau des Friedens ist von Bedeutung, dass jeder Mann, jede Frau, jede Familie einbezogen sind, auch die Schulen als Orte der Erziehung und Bildung, alle Medien, die politisch-sozialen Strukturen, der Primat des Rechts etc..

Hier rufen wir uns die Botschaften Benedikt XVI. in Erinnerung, die er zu den Weltfriedenstagen ausgesandt hat, welche die Kirche jedes Jahr am ersten Januar begeht. Dies ist ein besonderer Tag des Gebetes, doch er gründet sich auf die Grundprinzipien des Glaubens und der Moral:

Zum 01.01.2006 sandte Benedikt XVI die Botschaft "In der Wahrheit ist der Friede" - hier lädt er die Katholiken in besonderer Weise dazu ein, das Evangelium des Friedens zu bezeugen und zu verkünden.

Zum 01.01.2007, "Die Person, Herz des Friedens" - hier erklärt er die Verbindung zwischen der Person und dem Frieden - die Gabe und die Aufgabe; das Recht auf Leben und das Recht auf religiöse Freiheit; die natürliche Gleichheit aller Menschen; die Ökologie des Friedens; die Menschenrechte und die internationalen Organisationen, das internationale Menschenrecht und die nationale Gesetzgebung; und schließlich die Kirche als Garant der Transzendenz des Menschen.

Zum 01.01.2008 "Die Menschheitsfamilie ist eine Friedensgemeinschaft".

Zum 01.01.2009 "Die Armut zurückdrängen, den Frieden aufbauen" - hier bezieht er sich insbesondere auf die Komplexität der Globalisierung, die Armut und die moralischen Konsequenzen, den Kampf gegen die Armut und die globale Solidarität.

Zum 01.01.2010 "Wenn du den Frieden aufbauen willst, beschütze die Schöpfung" - nicht nur den Menschen, sondern die Schöpfung, alles was Gott dem Menschen anvertraut hat, dass er es leite und führe und nicht etwa zerstöre.

Zum 01.01.2011 "Religiöse Freiheit - der Weg, der zum Frieden führt"
-    Heiliges Recht auf Leben und auf ein spirituelles Leben,
-    Religiöse Freiheit und gegenseitiger Respekt,
-    Die Familie als Schule der Freiheit und des Friedens,
-    Das gemeinsame Erbe,
-    Die öffentliche Dimension der Religion,
-    Religiöse Freiheit, die Macht der Freiheit und der Kultur; die Gefahr, diese zu instrumentalisieren,
-    Die Frage der Gerechtigkeit und der Zivilisation, der Fundamentalismus und die Feindschaft gegenüber den Gläubigen zerstört den positiven Laizismus eines Landes,
-    Dialog unter den bürgerlichen und religiösen Institutionen,
-    Dialog als gemeinsame Suche,
-    Die moralische Wahrheit in Politik und Diplomatie,
-    Hass und Vorurteile überwinden,
-    Die Freiheit des Gläubigen an jedem Ort der Welt.

Zum 01.01.2012 trägt die Friedensbotschaft des heiligen Vaters den Titel: "Die Jugendlichen zu Gerechtigkeit und Frieden erziehen"

Dies sind nur die Funken der Botschaften zum Aufbau des Friedens. Dazu braucht es den guten Willen eines jeden einzelnen und der ganzen Welt. Alle gemeinsam müssen wir zum Frieden beitragen, doch nicht mit Waffen, sondern mit den Grundprinzipien, die es allen Menschen erlauben, die Gaben Gottes zu genießen.

Message du pape pour la rencontre à Sarajevo
Benoît XVI

Programme in English
PDF

PROGRAMME DES TRANSMISSIONS EN DIRECT

NOUVELLES EN RELATION
24 Janvier 2018
ROME, ITALIE

"La puissance de l'Eglise de Jésus est une force désarmée qui arrête le mal."


Prédication du pasteur Paolo Ricca pour la Semaine de Prière pour l'Unité des Chrétiens
IT | FR | HU
18 Octobre 2017

Un mois après la rencontre des religions à Münster, les Chemins de paix ont traversé quatre continents


Sur la photo, l'événement à Blantyre, Malawi. Voir les photos et vidéos des autres rencontres
IT | ES | DE | FR | RU
26 Septembre 2017
ABIDJAN, CÔTE-D'IVOIRE

Prière pour la paix en Côte d’Ivoire : la rencontre interreligieuse #PathsofPeace mise en œuvre par Sant’Egidio à Abidjan

IT | FR | HU
22 Septembre 2017
MÜNSTER, ALLEMAGNE

Tous les textes de la rencontre #Pathsofpeace

IT | EN | ES | FR | CA
15 Septembre 2017
MÜNSTER, ALLEMAGNE

En vidéo, les interventions de la table ronde "Faire la paix" à la rencontre internationale #PathsofPeace

IT | FR
14 Septembre 2017

Aux racines du terrorisme. VIDEO


#Pathsofpeace
IT | EN | FR
toutes les nouvelles connexes

FAITS MARQUANTS NEWS
2 Février 2018

D'Argentine au sanctuaire des martyrs de Saint-Barthélemy, les reliques des religieux tués en 1976


La prière a été présidée par Mgr Oscar Vicente Ojea, président de la Conférence épiscopale argentine
IT | ES | FR
1 Février 2018 | IRAK

Irak : inquiétude de Sant'Egidio devant le recours à la peine de mort

IT | ES | DE | FR
30 Janvier 2018 | PARIS, FRANCE

Bienvenue ! L'arrivée à Paris de 40 réfugiés syriens par les couloirs humanitaires ouverts en France

IT | ES | DE | FR | CA | ID

ASSOCIATED PRESS
23 Février 2018
Domradio.de
"Wir können Frieden organisieren wie andere den Krieg"
1 Février 2018
SIR
50° Comunità Sant’Egidio: Hilarion (Patriarcato di Mosca), “la nostra una collaborazione che ha dato tanti buoni frutti”
30 Janvier 2018
Vaticannews
Corridoi umanitari: la collaborazione ecumenica via della speranza
26 Janvier 2018
POW - Pressestelle des Ordinariates Würzburg
Angst und Lethargie überwinden
15 Janvier 2018
Roma sette
Ecumenismo, in processione con anglicani, luterani e ortodossi
tous les dossiers de presse

LIVRES
L'hiver le plus long



DDB
Le repas de Noël



DDB
catalogue

21/05/2019
Prière avec Marie, mère du Seigneur

La prière chaque jour


Comment suivre l'événement
Sarajevo 2012

Si Ringrazia