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28 November 2014 | ROM, ITALIEN

Die durch Kunst erzählte Befreiungsgeschichte von Menschen mit geistiger Behinderung: Ausstellung wirschenken[ ]sinn

Eröffnung in Santa Maria della Pietà in Rom, Dauer bis 13. Dezember

 
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Am 25. November wurde in Rom in Santa Maria della Pietà die Ausstellung wirschenken[ ]sinn eröffnet. Darin werden zum hundertsten Jahrestag der Eröffnung der Nervenheilanstalt der Hauptstadt im Jahr 1914 Werke von Annamaria Colapietro, Roberto Mizzon und Giovanni Fenu ausgestellt. Es sind behinderte Künstler der Kunstwerkstatt der Gemeinschaft Sant'Egidio, die in der Vergangenheit in Anstalten eingeschlossen waren. Daneben gibt es die Videoinstallation des Künstlers César Meneghetti, dem Schirmherrn der Ausstellung: drei große Leinwände, auf denen die Bilder der Künstler dargestellt sind, zugleich sind in Kopfhörern ihre Worte zu wichtigen Themen wie Glück, Liebe, Eingeschlossensein, Einsamkeit, Freundschaft oder Kunst zu hören.

Der Ort war Jahrzehnte lang ein Symbol für Absonderung und Ausgrenzung, nun erstrahlt er von der Schönheit der intensiven Farben der Gemälde von Anna Maria, der Ausdrucksstärke der Werke von Roberto Mizzon und der zarten Züge der Figuren bei Giovanni Fenu, wie der Psychiater Giuseppe Ducci in seinem Beitrag betonte.

Einige Bilder wie "Der Park von Santa Maria della Pietà" von Colapietro oder die Installation "Der Käfig" von Mizzon erinnern an das Jahre lange Leid und die Verlassenheit, sie zeigen aber auch einen versöhnten Blick durch das, was César Meneghetti als Erfolg der Kunst bezeichnete, "denn wo Politik, Unterricht und Wissenschaft gescheitert sind, scheitert die Kunst nicht".

Die Kritikerin und Kunsthistorikerin Simonetta Lux sagte, dass die Ausstellung das Ergebnis eines Befreiungsprozesses ist, der mit dem Prozess der Deinstitutionalisierung durch Basaglia begann und für die drei Künstler in der Kunstwerkstatt der Gemeinschaft Sant'Egidio abgeschlossen wurde.
An der Vernissage nahmen über dreihundert Gäste teil. Ihnen überbrachte Erzbischof Konrad Krajewski, Leiter der Päpstlichen Almosenverwaltung, auch den Gruß von Papst Franziskus.

Der Präsident der Gemeinschaft Sant'Egidio, Marco Impagliazzo, erklärte in seinem Grußwort, dass die Kunstwerke der Ausstellung wirklich die Gleichstellung vermitteln: "Wer hierher kommt, öffnet sein Herz, steigt vom hohen Ross herab, wird zum Zuhörer und lässt sich von dem berühren, was durch diese Künstler mitgeteilt wird. Hier finden wir einen Raum, ein Gefühl, ein Denken und eine Vision, die uns alle vereint und zu einem Wir macht, wie der schöne Titel der Ausstellung zurecht sagt". Abschließend fügte Impagliazzo hinzu: "Diese Künstler sagen uns, dass sie auch mit der leidvollen Last auf ihren Schultern den Lebenssinn gefunden haben, denn sie haben eine Gemeinschaft gefunden, die sie aufnahm und ihnen zuhört". 

Die Ausstellung ist bis zum 13. Dezember 2014 zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 10.00 - 16.30 Uhr, Freitag und Samstag 10.00 - 19.00 Uhr - Eintritt frei
Adresse:
Santa Maria della Pietà - ASL Roma E - Pad. 28, Piazza S. Maria della Pietà 5, Rom

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