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Unterstützung der Gemeinschaft

  
29 August 2017 | ROM, ITALIEN

Marco Impagliazzo: "Sie fördern Integration. Legale Wege müssen geschaffen werden, um die Menschenhändler zu bekämpfen"

 
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"Die humanitären Korridore beweisen, dass es eine Alternative zu den Reisen der Verzweiflung über das Mittelmeer und zu den Menschenhändlern gibt. Sie sind ein legaler Weg mit einem zusätzlichen Vorteil: eine Synergie zwischen Institutionen und Zivilgesellschaft. Viele andere legale Wege müssen in Europa eingerichtet werden, denn sie retten nicht nur Menschenleben, sie fördern auch die Integration: diese Geschichte können die nun schon 900 syrischen Flüchtlinge (Erwachsene, alte Menschen und Kinder) erzählen, die aus dem Libanon in den vergangenen eineinhalb Jahren nach Italien gekommen und gut in unsere Städte integriert sind." Der Präsident von Sant'Egidio, Marco Impagliazzo, kommentierte mit diesen Worten die Ankunft der zehnten Gruppe in Fiumicino durch die von der Gemeinschaft mit der Union der Evangelischen Kirchen Italiens und der Waldensertafel organisierten humanitären Korridore.

Die 35 muslimischen und christlichen Flüchtlinge aus Aleppo, Damaskus, Homs und anderen syrischen Städten wurden von Vertretern der Organisationen und auch vom Vizeaußenminster Mario Giro und von Donatella Candura, Abteilung für bürgerliche Freiheiten im Innenministerium, begrüßt. Durch das Abkommen mit dem italienischen Staat vom Februar 2016 sind fast 900 Personen nach Italien gekommen. Daniela Pompei, die Verantwortliche für die Immigrationsdienste der Gemeinschaft Sant'Egidio, berichtete, dass schon viele der vor wenigen Monaten angekommenen Flüchtlinge integriert sind: "Einige arbeiten schon in verschiedenen Regionen, in denen sie aufgenommen wurden und wo sie Italienisch gelernt haben, beispielsweise in der Lombardei. Auch für sie ist es eine große Verantwortung. In den vergangenen Monaten wurde in Europa zu viel über Abgrenzung, Barrieren und Abschiebung gesprochen. Die humanitären Korridore beweisen, dass man Gastfreundschaft und Integration verbinden kann. Sie laden ein, über andere Wege der legalen Einreise aus Gründen der Arbeit oder Familienzusammenführung nachzudenken, die dringend eingeführt werden müssen. Dabei sollten jährliche Quoten und das Mittel des Sponsoring wieder eingeführt und auf europäische Ebene ausgeweitet werden." Über den neuesten Gipfel in Paris sagte Pompei: "Er hatte den Vorteil, dass zum ersten Mal anerkannt wurde, dass die Grenze Europas mittlerweile in Afrika liegt. Mit Blick auf die sehr schwierigen Lebensbedingungen in diesen Ländern muss unbedingt gehandelt werden, ohne sich im Streit um Wirtschaftsmigranten und Flüchtlingen zu verfangen."

"In Paris wurden wichtige Entscheidung getroffen, doch wir warten auf Fakten", sagte Vizeminister Giro in der Überzeugung, dass Europa seine Immigrationspolitik überdenken muss und "die Einrichtung legaler Zugangswege und Wiedereinführung des Quotensystems nicht nur für Saisonarbeiter fördern" sollte. Weiter sagte er: "Die humanitären Korridore haben die Einreise von 900 Syrern möglich gemacht und Solidarität mit Sicherheit verbunden. Daher sind sie ein auch auf andere Konfliktsituationen übertragbares Modell. Die europäischen Länder müssen vor Krieg und Gewalt Flüchtenden ermöglichen, den Antrag auf politisches Asyl zu stellen, ohne Gefahren für das Leben bei Reisen durch Wüsten oder über das Mittelmeer eingehen zu müssen."

"Anteilnahme und Freude" über die Ankunft der 35 syrischen Flüchtlinge in Fiumicino brachte Massimo Aquilante, der ehemalige Präsident der Union der Evangelischen Kirchen Italiens, zum Ausdruck und ermutigte die Neuankömmlinge", mit Begeisterung "den Weg der Integration in die italienische Gesellschaft einzuschlagen. Wir werden an eurer Seite stehen, um kleine und größere Schwierigkeiten zu überwinden."
"Heute beginnt ein neues Leben für diese syrischen Familien, der Nationalität mit der höchsten Flüchtlingszahl in Europa. Italien ist stolz, Sie durch die humanitären Korridore aufzunehmen", sagte Donatella Candura, die Leiterin der Abteilung für bürgerliche Freiheiten im Innenministerium.

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