change language
sie sind in: home - Ökumene und dialog - internat...streffen - antwerpe...e future newsletterkontaktlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Dankgottesdienst zum 50. Jahrestag der Gemeinschaft Sant’Egidio

10. Februar um 17.30 Uhr in der Lateranbasilika des Hl. Johannes

Die ersten Personen sind 2018 durch die humanitären Korridore in Italien angekommen. Die neue Phase des Projektes, das zum Modell der Gastfreundschaft und Integration für Europa geworden ist


 
druckversion
9 September 2014 19:30 | Grote Markt

FRIEDENSAPPELL 2014

    Als Männer und Frauen aus verschiedenen Religionen haben wir uns auf Einladung der Gemeinschaft Sant'Egidio in Antwerpen, im Herzen Europas, versammelt, in einem Land, das vor einem Jahrhundert den Schrecken des Ersten Weltkriegs erlebt hat. Wir verneigen uns im Gedenken an die vielen Gefallenen und wiederholen: Nie wieder Krieg!

    Heute hingegen ist der Krieg auf europäischen Boden zurück gekehrt, anderswo zerstört er ein Jahrtausende altes Zusammenleben und lässt zu viele Menschen leiden.

    Die Gebete von Millionen von Flüchtlingen sind zu uns gedrungen, die Gebete derer, die darum bitten, nicht an Hunger und Durst zu sterben oder an Krankheiten, die in anderen Teilen der Welt heilbar sind. Wir haben den Ruf nach Würde für die Armen, nach Gerechtigkeit für die Völker und die Ränder der Welt gehört.

    Die Welt hatte viele Möglichkeiten und viel Zeit, um Frieden zu schaffen, Distanzen zu verringern und Konflikten vorzubeugen, bevor die Krisen sich zuspitzten. Doch die Welt hat viele Gelegenheiten versäumt. Doch jetzt ist die Zeit der Entscheidung, nicht die Zeit der Resignation.

    Krieg und Gewalt in vielen Teilen der Welt wollen die Grenzen neu ziehen und unsere Lebensformen und Sichtweisen in Bezug auf andere verändern. Die Welt läuft Gefahr, das Gespür für ein gemeinsames Schicksal zu verlieren, gerade jetzt in der Zeit der Globalisierung.

    Es gibt schwere Krankheiten, die alles schwierig machen: Spaltung und Resignation erfassen viele Menschen und schwächen sie: religiöse Gemeinschaften, die Politik, internationale Positionen und Institutionen.

    Die Religionen sind aufgerufen, sich Fragen zu stellen: Haben sie es verstanden, der Suche nach einem gemeinsamen Schicksal eine Seele zu geben, oder waren sie in einer Logik des Konflikts gefangen? Die Religionen vermögen viel: Sie können der Suche nach Frieden als gemeinsamem Schicksal aller Völker ein Herz und eine Seele geben.

    Wir nehmen heute die Verantwortung für den Frieden auf uns, während zu wenige vom Frieden träumen.

    Die Religionen sagen heute mit größerer Kraft als gestern: Es gibt keinen heiligen Krieg. Die Eliminierung anderer im Namen Gottes ist immer blasphemisch. Die Elimierung anderer unter Berufung auf den Namen Gottes bedeutet nur Schrecken und Terror. Blind durch den Hass entfernt man sich auf diese Weise von der reinen Religion und zerstört genau die Religion, von der man behauptet, sie zu verteidigen.

    Wir verpflichten uns in einer schwiergen Zeit, das bedrohte Leben von Schwestern und Brüdern anderer Religionen zu verteidigen.

    Wir arbeiten gemeinsam für die Zukunft der Welt, im Wissen, dass der Krieg eine große Torheit ist und dass der Friede etwas zu Ernsthaftes ist, als dass wir ihn nur einigen wenigen überlassen könnten. Der Dialog ist Medizin für die Konflikte, er heilt Wunden, er macht Zukunft möglich.

    Der Krieg wird nur mit dem Frieden besiegt. Wenn es nicht gelingt, sich Wege des Friedens vorzustellen, bleiben nur Trümmer und Hass. Es ist nötig, den Mut aufzubringen, den Frieden zu denken, denn entweder ist die Zukunft Frieden, oder es gibt keine Zukunft mehr, weder für den Sieger noch für den Verlierer.

    Der jungen Generation sagen wir: Lasst Euch nicht vom traurigen Realismus betrügen, der sagt, Dialog und Gebet würden nichts nützen. Die Welt erstickt ohne Gebet und ohne Dialog.

    Die Gewalt kann aufgehalten werden. Wer Gewalt übt, diskreditiert immer die eigene Sache. Alles ist verloren mit dem Krieg.

    Ja, Gott gebe der Welt eine Zukunft - die der Friede ist.


Antwerpen, 9. September 2014

PROGRAMMA
PDF



RELATED NEWS
31 Januar 2018
MÜNCHEN, DEUTSCHLAND

Sant’Egidio gedenkt Prof. Joachim Gnilka, der im 90. Lebensjahr verstorben ist

IT | DE
30 Januar 2018
BANGUI, ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK

Chantal, Elodie und andere – Geschichten von Kindern und anderen, die im DREAM-Programm der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui behandelt werden

IT | ES | DE | FR | CA | NL
28 Januar 2018
MÜNCHEN, DEUTSCHLAND

Das beste Gericht ist die Freundschaft: das bietet Sant’Egidio vielen Freunden an in den Peripherien von München


Besuch von Marco Impagliazzo in der Schule des Friedens und in der Mensa
IT | DE
25 Januar 2018
ROM, ITALIEN

Der Präsident der Zentralafrikanischen Republik Touadera in Sant’Egidio: Der Friedensprozess wird fortgesetzt, eine neue Phase der Entwaffnung beginnt

IT | ES | DE | FR | PT | CA | ID
15 Januar 2018

Frieden schaffen - die Diplomatie von Sant'Egidio' ist im Buchhandel - auf Italienisch und bald auch auf Deutsch


Kurz vor dem 50. Jahrestag ist es eine Hilfe, um die Friedensarbeit von Sant'Egidio zu verstehen
IT | ES | DE | PT
1 Januar 2012

1. Januar 2012 - Weltfriedenstag

IT | ES | DE | CA
tierratgeber

NEWS HIGHLIGHTS
7 Februar 2018

50 Jahre Sant’Egidio – die Freude des Evangelium von Rom bis zu den Peripherien der Welt


Die Gemeinschaft wird 50 Jahre alt. Eine am 7. Februar 1968 von Andrea Riccardi mit einer kleinen Schülergruppe begonnene Geschichte, die die Welt verändern wollten
IT | DE | PT
7 Februar 2018

‚Ein wesentlicher Zug von Sant’Egidio ist der Einsatz für den Dialog‘. Aus Yad Vashem, der Gedenkstätte an die Shoah in Jerusalem, kommen Glückwünsche zum 50. Jahrestag

IT | DE
7 Februar 2018

‚Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre Mission für den Frieden fortsetzen‘: Ahmad Al-Tayyeb, Groß-Imam von Al-Azhar, zum 50. Jahrestag von Sant'Egidio

IT | DE

ASSOCIATED PRESS
26 Februar 2018
Roma sette
Congo e Sud Sudan, Gnavi: «La liberazione ha il nome di Gesù»
23 Februar 2018
Domradio.de
"Wir können Frieden organisieren wie andere den Krieg"
22 Februar 2018
Famiglia Cristiana
La preghiera sia un urlo contro le guerre
21 Februar 2018
SIR
Giornata preghiera e digiuno: Comunità di Sant’Egidio, adesione all’invito del Papa. Veglia nella basilica di Santa Maria in Trastevere a Roma e in molte città italiane
21 Februar 2018
Vatican Insider
Sant’Egidio si unisce alla Giornata di digiuno per Congo e Sud Sudan indetta dal Papa
alle presse-