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Zitate über die Gemeinschaft - 2


 
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ZITATE ÜBER DIE GEMEINSCHAFT
2. Teil

S.E. Card. Camillo Ruini 
Kardinalvikar von Rom

17. März 1993
Euer Haus ist weit geworden und damit ist es durch die Freundschaft und das Vertrauen vieler noch beständiger geworden. Das alles vergrößert die Verantwortung, es lässt euch jedoch die Freude über das spüren, was der Herr sagt: "Geben ist seliger als nehmen". Die Gemeinschaft Sant'Egidio leistet in diesem Sinn einen wichtigen Beitrag, um die Männer und Frauen - auch aus verschiedenen Religionen - einander anzunähern und zu Geschwistern zu machen. Muss dabei nicht unbedingt an den entscheidenden Beitrag der Gemeinschaft zum Friedensvertrag in Mosambik nach sechzehn Jahren Bürgerkrieg erinnert werden? Der Grund dafür war offensichtlich weder politische Macht noch eine Macht anderer Art, sondern die Ausdauer im Dialog und Frieden, durch die ihr alle Hindernisse überwinden konntet, die vielen unüberwindlich schienen. Heute danken euch vor allen Dingen die Mosambikaner, aber auch die ganze Welt für diesen Friedenssamen, der seine Früchte gebracht hat. 

 

7. Februar 2001

Sant'Egidio hat in Rom und anderen Teilen der Welt mit Leidenschaft diesen Geist des Dialogs, diese christliche Kultur der Begegnung sowohl auf ökumenischem als auch auf interreligiösem Gebiet und im Dialog mit verschiedenen Vertretern und Richtungen aus der von uns als laizistisch bezeichneten Kultur gelebt. Diese Tätigkeit kommt am deutlichsten in der Fortsetzung des Weges von Assisi zum Ausdruck, den Johannes Paul II. 1986 begann... Liebe Freunde von Sant'Egidio, ihr habt in diesen Jahren ein tiefes und dynamisches christliches Leben geführt. Aus Gebet und Nächstenliebe ist eine Kultur des Lebens hervorgeströmt, die sich in einer eigenen sozialen und ökumenischen Sprache des Dialogs und Friedens ausdrückt. Auf diesem Weg habt ihr christliche Werte neu entdeckt und weitergegeben. Wohin der Herr euch führte, hat er euch zu wahren Menschenfischern gemacht, zu originellen Fischern. Eure Erfahrung stellt nämlich ein Charisma für die Kirche von Rom dar, ein Charisma, das der Herr euch für diese Stadt und für die Welt geschenkt hat. Ich kann nicht ausführlich auf das Wachstum der Gemeinschaft Sant'Egidio in verschiedenen europäischen, lateinamerikanischen und insbesondere afrikanischen Ländern eingehen und auch nicht auf die vielen, die unter dem Drama des Krieges leiden und an die Tür von Sant'Egidio geklopft haben und weiter klopfen in der Hoffnung, Wege zum Frieden oder zumindest den Weg des Dialogs zu finden.
 

Jean-Dominique Durand, März 2000
Kulturberater an der Botschaft Frankreichs beim Heiligen Stuhl

Emile Poulat, Juni 1995
École des Hautes Études von Paris - Frankreich

Sant'Egidio erscheint in unserer Welt wirklich wie eine Tankstelle der Hoffnung, sie verbreiten die Bedeutung des Friedens auf allen Ebenen: die Ablehnung von Obdachlosen oder alten Menschen durch die Gesellschaft und der Krieg gehören zur selben Kategorie, beide zerstören die Harmonie der Welt und der Naturordnung. Die Antworten sind nicht gleich, aber sie entsprechen denselben Prinzipien, derselben Entwicklung. Das ist die grundlegende Intuition von Andrea Riccardi und seinen Freunde. Sie sind gläubige Menschen und davon überzeugt, dass der Friede mit dem Dialog der Religionen beginnt
 

Die Gemeinschaft Sant'Egidio hat in der Kirche das Statut einer Laienvereinigung ohne Beauftragung oder Sendung für ihre Aktivitäten, für die sie allein die Verantwortung übernimmt. Sie betont das gemeinsame und tägliche Gebetsleben verbunden mit - einer ihrer Charakteristiken - der Nähe zu den Ärmsten. Die Gemeinschaft hat politischen Einsatz und ideologischen Kampf immer abgelehnt und Dialog und Begegnung privilegiert, sie hat die dringenden Bedürfnisse der Auseinandersetzung von Argumenten vorgezogen und sich für Geschwisterlichkeit statt Militanz entschieden. Sant'Egidio nimmt viele Gäste auf, sie kommen aus der ganzen Welt. Bei ihrer Entstehung empfand die Gemeinschaft keinerlei internationale Berufung, diese fiel ihr auf natürlichem Wege zu.
  

George Carey, 20. März 2000
Erzbischof von Canterbury

Was die Gemeinschaft Sant'Egidio darstellt ist grundlegend und von lebenswichtiger Bedeutung.
Sant'Egidio beschränkt sich nicht darauf, über Frieden in Mosambik, im Kosovo, in Algerien und anderen Teilen der Welt zu sprechen, sondern wird aktiv für den Frieden tätig und hat damit für das Leben vieler Personen den Unterschied ausgemacht..

Bartholomäus I., 15. Mai 1998
Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel

Als treue Diener des auferstandenen Christus bewegt ihr euch seit dreißig Jahren auf den Wegen der Welt. Wir folgen und segnen eure Arbeit der Verkündigung des Evangeliums, der Frohen Botschaft, die die Herzen erwärmt und den Männern und Frauen von heute Hoffnung schenkt. Ihr dient vielen Armen. Viele finden bei euch Versöhnung und Frieden. Ihr seid Zeugen der Liebe Gottes auch für die Gläubigen anderer Religionen und für die Kinder Abrahams, die ihr vertrauensvoll im Namen des Friedens vereint.

Carlo Maria Martini, 
Erzbischof von Mailand

Mai 1993
Sofort hat mich in der Gemeinschaft Sant'Egidio die Verbindung eines tiefen Gespürs für das Gebet und die Schrift mit einer intelligenten Aufmerksamkeit für die Ärmsten und sozial schwierige Situationen beeindruckt. In Zeiten, als man entweder zu einer Politisierung der Religion (bis zur Übernahme von revolutionären Theorien) oder zu einer Konzentrierung auf die Spiritualität neigte, schien mir ihr Weg auf das zu antworten, was viele - und ich selbst - suchten: eine Art von Christentum des Evangeliums, das auf das Leiden der Menschen antworten kann.
 

September 1998
Welche Art von königlichem und prophetischem Dienst hat sich in der Gemeinschaft Sant'Egidio herausgebildet und auf Weltebene öffentliche Formen angenommen? Die königliche Herausforderung der Gemeinschaft scheint mir in zwei Aspekten zum Ausdruck zu kommen. Der erste Aspekt ist die Nächstenliebe, die euch von Anfang an charakterisiert und die mich sofort angezogen hat. Denn in den 68er Jahren diskutierte man viel über politischen Einsatz, doch eigentlich ging es darum, sich für die Armen einzusetzen... Das hat euch von Anfang an unterschieden. Es ist eine Verantwortung, die ihr in einem öffentlichen Einsatz auf Weltebene übernehmt. Eine zweite königliche Verantwortung ist der Dienst am Frieden. Diese Verantwortung habt ihr Schritt für Schritt wahrgenommen und auch sie hat öffentlichen und weltweiten Charakter angenommen. Was entspricht nun eurer prophetischen Verantwortung? Hier hebe ich drei Aspekte hervor. Der erste Aspekt ist das Gebet, das mich neben der Nächstenliebe von Beginn an betroffen machte... der zweite Aspekt ist der Dialog, der wie die DNA von Beginn an in eurem Inneren in der Art des Verhaltens, des Denkens und Handeln vorhanden ist und dann öffentliche Formen mit großer Auswirkung und Bedeutung angenommen hat, vor allen Dingen in der Förderung des Dialogs und Gebetes für den Frieden. Ein letzter Aspekt gehört zum prophetischen Dienst Jesu: die Prophetie der Demut des Kreuzes. Diesen Geist des Dienstes, der Demut und Einfachheit habe ich bei euch von Anfang an wahrgenommen.


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