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Unterstützung der Gemeinschaft

  

Dankgottesdienst zum 50. Jahrestag der Gemeinschaft Sant’Egidio

10. Februar um 17.30 Uhr in der Lateranbasilika des Hl. Johannes

Die ersten Personen sind 2018 durch die humanitären Korridore in Italien angekommen. Die neue Phase des Projektes, das zum Modell der Gastfreundschaft und Integration für Europa geworden ist

16/11/2018
Gedenken an den gekreuzigten Jesus

Das tägliche Gebet


 
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8 September 2015 19:00 | Internationales Kulturzentrum (Platz der Pyramide)

Rede von Andrea Riccardi



Andrea Riccardi


Historiker, Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio

Liebe Freunde,

am Ende dieses Treffens im Geist von Assisi, möchte ich mich herzlich bei den Behörden und den albanischen Freunden bedanken, die in jeder Hinsicht die gastfreundliche Aufnahme mit Sympathie unterstützt haben. Das Treffen wurde nicht nur von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisiert, sondern auch von der orthoxen Kirche Albaniens und der katholischen Kirche gemeinsam mit der islamischen Gemeinde und den Bektaschi. Es ist ein schönes Zeichen für die Zusammenarbeit.

Es ist das neunundzwanzigste Treffen im Geist von Assisi: Dieser Geist bedeutet menschliche und spirituelle Gastfreundschaft für den anderen - wie es Rabbiner Rosen gesagt hat: Aufnahme der Probleme der Welt, die zum Gebet und Handeln werden, um den Frieden zu verwirklichen. Dieser Geist altert nicht, er geht aus der alten Quelle von Berg von Assisi hervor und ist uns voraus.

Von Albanien in dieser Region Europas geht von den versammelten Religionsoberhäuptern eine deutliche und wohl überlegte Botschaft aus: Die Religionen sehen den Frieden als etwas Heiliges an, sie beten für ihn und setzen sich für ihn ein. Vor allem tun sie es, indem sie sich an das menschliche Herz wenden. Denn sie wissen, wie es der liebe Erzbischof Anastasios sagte, dass das Gegenteil vom Frieden nicht der Krieg sondern die Ichbezogenheit ist, das ist eine Art der Gewalt. Sie glauben, dass man zum Herzen des Menschen sprechen muss, um es von innen her zu verwandeln und von der Herrschaft des Ichs, vom Kult der Allmacht oder der Faulheit der Resingation zu befreien. Die Veränderung beginnt bei mir selbst, und niemand kann mich daran hindern. Die Religionen erinnern daran, dass es ohne Veränderung der Herzen keine neue Welt geben kann. Sonst wird die neue Welt sofort zur schrecklichsten Welt. Ohne Bekehrung der Herzen und des Verhaltens achtet man die Schöpfung nicht.

Wie viele Kriege gibt es, um eine neue Welt aufzubauen oder das Eigeninteresse zu verteidigen. Doch welche Folgen haben sie! Versklavte Frauen, Familien ohne Haus und Heimat, Kinder, die zu unmenschlichen Reisen gezwungen werden und sterben. So viele Tote. Welch eine Vergeudung von Menschenleben! Zu viele von uns haben sich an diese Vergeudung gewöhnt, an die Toten im Krieg und auf den langen Wegen der Verzweiflung!

In Tirana stellt sich die Herausforderung, dass eine große Bewegung der Herzen, der Gedanken und den Wunsches nach Frieden entsteht oder neu entsteht! Ja, eine neue Friedensbewegung! Die Frage kommt aus der Tiefe der Religionen. Sie entsteht im Schrecken des Krieges, durch die Schreie so vieler Verzweifelter. Es muss eine von den Religionen inspirierte Friedensbewegung sein, die nicht vor dem Krieg und dem Leid vieler resigniert. Wie ein nicht müde werdendes Gebet und ein nicht endender Traum ist sie zäh.

Die Friedenssehnsucht und die Suche nach dem Guten gibt es bei den Völkern. Es ist nicht vergeblich anzuklopfen, zu bitten, zu protestieren und zu beten, denn Frieden ist immer möglich. Die europäischen Völker haben trotz ihrer Ängste eine gastfreundliche Haltung gegenüber den Flüchtlingen bewiesen. Wir haben zu sehr resigniert und meinen, dass es keine guten Energien in den Herzen der Völker gibt. Sie müssen ans Licht gebracht werden, sie sind eine große und verborgene Kraft. Wir wollen auch in Zukunft ein einfaches, doch entscheidendes Ideal verbreiten, nämlich den Geist von Assisi. Das sage mit den Worten von Papst Franziskus: "Die gemeinsame Leidenschaft für das Wachstum des friedlichen Zusammenleben unter allen Völkern der Erde muss gelebt werden."

Ein weiser Mann, der südlich der Grenzen von Albanien in Zeiten von nationalistischen Kriegen geboren wurde, nämlich Patriarch Athenagoras, sagte: "Alle Völker sind gut... alle brauchen Liebe. Wenn sie böse sind, kommt das vielleicht daher, dass sie die wahre Liebe nicht kennengelernt haben, die Licht und Leben ausstrahlt." Die Mission der Religionen besteht darin, die Licht und Lebern ausstrahlende Liebe bekannt zu machen, die die Friedenssehnsucht und die Suche nach Gastfreundschaft und Gutem neu entdeckt.

Es gibt viele menschliche und spirituelle Energien für eine bessere Welt und um den Krieg zu beseitigen und eine glücklichere Welt aufzubauen. Haben wir das vergessen? Die Religionen erinnern eine vergessliche und eingeschüchterte Menschheit daran. Mit allen Männern und Frauen guten Willens bezeugen wir, dass Frieden immer möglich ist. Das ist eine feste Überzeugung und eine große Hoffnung gegenüber dem, der auch den Blick auf finstere und kriegerische Horizonte lenken kann. Frieden ist immer möglich. Man muss ihn ohne Angst suchen.



 

#peaceispossible
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