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23 Dicembre 2010

WÜRZBURG - Arm und Reich an einem Tisch

 
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Während sich die meisten Menschen im Dezember Gedanken darum machen, was sie ihren Lieben schenken sollen, nehmen andere bereits Geschenke entgegen. Nicht für sich selbst, sie sortieren sie und geben sie an den Feiertagen weiter an arme, kranke, behinderte oder einsame Freunde der Gemeinschaft Sant' Egidio in Würzburg. Die 1968 in Rom gegründete Laienorganisation sieht die Freundschaft mit den Armen als eines ihrer Hauptziele.

„Wir wollen die Menschen, die wir das ganze Jahr begleiten, gerade an Weihnachten nicht ausschließen.“

Susanne Bühl Gemeinschaft Sant' Egidio

In Würzburg fanden sich Anhänger dieser Idee 1981 zusammen. Sieben Jahre später gründeten sie in Würzburg eine Mensa, in der Menschen, mit denen es das Leben nicht gut meint, wöchentlich ein Essen, menschliche Nähe und Gespräche bekommen. Seitdem gibt es am 25. Dezember ein großes Weihnachtsfest mit den Freunden aus Würzburg. Am 26. Dezember veranstalten sie ein weiteres Fest mit ausländischen Freunden, die die Gemeinschaft von den Sprachkursen kennt, die sie ehrenamtlich gibt. Dort ist seit einigen Jahren auch Bischof Friedhelm Hofmann zu Gast.

„Wir wollen die Menschen, die wir das ganze Jahr begleiten, gerade an Weihnachten nicht ausschließen“, erklärt Susanne Bühl von der Gemeinschaft in Würzburg. Zusammen könnten sie so den eigentlichen Sinn von Weihnachten besser verstehen. „Ein Gast hat mir bei einer Feier einmal gesagt, dass es hier wie im Paradies ist. So stelle ich mir das auch vor: Zwischen den Menschen gibt es dort keine Unterschiede mehr, egal ob arm oder reich“, so Bühl.

2009 konnte die Gemeinschaft am ersten Feiertag im Würzburger Valentinum 240 Gäste begrüßen, am zweiten Feiertag in der Kürnachtalhalle im Stadtteil Lengfeld sogar 620. Da bedarf es einiger Vorbereitung: Im Vorfeld werden Spenden gesammelt, Helfer treffen sich zu Vorbesprechungen über den Ablauf, die Freiwillige Feuerwehr Würzburg bringt Tische und Stühle, die Räume werden dekoriert und die Weihnachtsbäume geschmückt.

Hans Selsam aus Würzburg hat zwei Bäume besorgt und freut sich darauf, am 25. Dezember dabei zu sein: „Ich helfe seit einigen Jahren fast jede Woche in der Mensa und an Weihnachten mit. Mir fehlt etwas, wenn ich das mal nicht kann.“ Er hat die Gemeinschaft bei den Gottesdiensten von Sant' Egidio kennengelernt. Die Worte aus der Bibel „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan“ gelten für ihn immer, aber besonders in der Weihnachtszeit. „Für mich ist das eine Sache der Nächstenliebe. Ich erlebe, wie sich die Leute dort freuen, wenn ihnen nur jemand einmal zuhört“, erzählt der 68-Jährige.

Seit eineinhalb Jahren ist Roswitha Schirmer aus Tauberbischofsheim Teil der Gemeinschaft Sant' Egidio. „Ich bin jetzt in Rente und habe Zeit, mich in der Mensa zu engagieren. Wer dort hinkommt, sucht oft Freundschaft und Achtung, was ihm sonst im Leben fehlt“, schildert sie ihre Erfahrungen.

„An Weihnachten ist es für mich schöner zu geben als zu nehmen.“

Georg Titze Spender

Besonders an Weihnachten werde vielen bewusst, dass ihnen eine liebende Familie fehlt, die die Helfer ihnen ersetzen wollen. „Für mich ist das eine besondere Freude an Weihnachten, damit möchte ich mich auch von der oberflächlichen Konsumhaltung der Gesellschaft absetzen, die den Sinn des Festes scheinbar vergessen hat“, so Roswitha Schirmer, die mit ihrem Mann Martin am ersten Feiertag mithelfen wird.

Mit der Vorbereitung beschäftigt ist auch Reinhard Götz von der Würzburger Metzgerei Martin. Er spendet seit Jahren den Braten und die Soße für das Essen am ersten Feiertag. „Meine Familie hat schon immer etwas abgegeben, selbst als wir nicht viel Geld hatten. Diese Einstellung sollten wieder mehr Leute haben“, findet er. Mit ins Boot geholt hat er auch die Handballerinnen des HSV Bergtheim, die regelmäßig Plätzchen backen und Socken stricken, die beim Fest verschenkt werden.

„An Weihnachten ist es für mich schöner zu geben als zu nehmen“, findet auch Georg Titze. In seinem Würzburger Friseursalon sammelt er deshalb in der Vorweihnachtszeit Geld bei seinen Kunden, die immer gerne geben für Sant' Egidio. Anfang der Woche waren es schon 1700 Euro. Außerdem kommt er mit seiner ganzen Familie zum Fest am 25. Dezember. Die Titzes sorgen mit vielen anderen an den Tischen für Unterhaltung. „Ein bisschen Zuwendung ist dort für die meisten das Wichtigste und wir bekommen den Dank sofort zu spüren. So haben wir alle immer ein tolles Weihnachtsfest“, so Titze.

Sant' Egidio

Das erste große Weihnachtsessen von Sant' Egidio fand 1982 in der Basilika Santa Maria in Trastevere in Rom mit 47 eingeladenen Gästen statt. Seitdem fand die Idee des Weihnachtsessens Nachahmer in vielen Ländern. Heute kommen mehr als 100 000 Menschen in über 400 Städten in 70 Ländern zu den Weihnachtsessen zusammen, viele der Feste finden in Afrika statt. In Unterfranken gibt es dieses Fest in Würzburg und Bad Königshofen.


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