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Unterstützung der Gemeinschaft

  

Dankgottesdienst zum 50. Jahrestag der Gemeinschaft Sant’Egidio

10. Februar um 17.30 Uhr in der Lateranbasilika des Hl. Johannes

Die ersten Personen sind 2018 durch die humanitären Korridore in Italien angekommen. Die neue Phase des Projektes, das zum Modell der Gastfreundschaft und Integration für Europa geworden ist


 
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9 September 2014 19:00 | Grote Markt

Rede


Andrea Riccardi


Historiker, Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio

Liebe Freunde,

viele Kriegsflammen sind am Horizont zu sehen. Deshalb haben wir eine Begegnung von Frauen und Männern verschiedener Religionen und von Nichtgläubigen in Antwerpen organisiert, um über eine lebenswichtige Frage nachzudenken: Ist der Friede unsere Zukunft?

Viele verängstigte und von Krieg zugrunde gerichtete oder bedrohte Völker stellen sich die Frage: Wird der Friede unsere Zukunft sein?

Einige sagen: Er kann nicht unsere Zukunft sein! Seid doch realistisch! Konflikte können unmöglich vermieden werden. Der Friede ist nicht die Zukunft! Zumindest für bestimmte Völker... Es ist ein resigniertes und im Grunde genommen erbarmungsloses und gleichgültiges "Nein". Dieses "Nein" hat einen Preis: Leid für Hunderte von Menschen, verwundete und vergewaltigte Frauen, Kinder, denen die Kindheit geraubt wird, zur Flucht gezwungene Menschen. Völker ohne Zukunft. Diesem "Nein" vieler anderer wollen nicht noch unser "Nein" hinzufügen.

Angesehene Religionsoberhäupter haben sich in diesen Tagen die Frage gestellt: Dürfen wir dieses "Nein" hinnehmen? Darf Krieg abgesegnet werden, der Vater von so viel Leid und Armut ist? Wir haben die Stimmen verschiedener religiöser Traditionen gehört: Der Krieg darf nicht heilig sein! Allein der Friede ist heilig, denn er ist der Name Gottes, denn er ist das Leben der Frauen und Männer.

Durch Begegnung und Aufmerksamkeit für die leidvollen Situationen unserer Welt haben die Religionsoberhäupter sich gegenseitig einen vorrangigen Aspekt ihrer Mission in Erinnerung gerufen.

Der Friede ist in der Tiefe aller religiöser Traditionen verwurzelt.

Möge die Friedensbotschaft lautstark erklingen! Möge sie die Herzen erobern! Möge sie denjenigen den Mut rauben, die durch Gewalt in Versuchung geführt werden!

Auf diese Botschaft warten Millionen Menschen, die Gefangene von Konflikten sind.

Gläubige und Religionsoberhäupter brauchen Kühnheit und Mut.

Begegnung, Gespräch und gegenseitiges Zuhören in diesen Tagen haben Hoffnung geschenkt.

Ich danke der Stadt Antwerpen für ihre herzliche Gastfreundschaft. Ich möchte Bischof Johan Bonny und der Kirche von Antwerpen sehr für die Gastfreundschaft und gute Zusammenarbeit danken. Ich danke allen, die ihre Erfahrungen und Weisheit eingebracht haben. Ich danke den vielen Teilnehmern unserer Treffen und denen, die heute hier sind. Ich danke euch, dass ihr viel für diese Veranstaltung gearbeitet habt.

Wir haben ein Ereignis des Friedens in einer Welt und Kultur durchgeführt, die vor dem Krieg resignieren und durch Gewalt eingeschüchtert sind.

Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg haben wir das Grauen des Krieges vergessen.

Der Krieg lässt die Welt schlechter zurück, als sie sie vorgefunden hat.

Doch eine Friedenshoffnung blüht auf, nicht nur für uns, für alle!

Unsere Welt hat die Ideale verloren. Sie hat auf Zukunftsvisionen verzichtet. Oft begnügen wir uns mit der Suche nach einem kleinen Frieden für mich, für meine kleine Welt.

Heute wird in Antwerpen hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg ein Ideal vorgeschlagen. Damals fand ein Weltkrieg statt, könnte heute nicht ein Weltfrieden Wirklichkeit werden?

Setzen wir dem Frieden keine Grenzen!

Ist das nur ein Traum? Nur eine Utopie?

Er ist doch so realistisch, so menschlich: der Friede ist wirklich die Zukunft für alle!

Ich glaube, dass dies ein Ideal ist, das verwirklicht werden und für das gelebt werden muss!

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