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16 September 2014 | OSWIECIM, POLEN

IV. Internationales Treffen "Für eine gewaltfreie Welt"

Jugendliche aus Mittel- und Osteuropa mit Sant'Egidio in Auschwitz, um NEIN zu sagen zu Gewalt und Krieg

Jugendliche aus Mittel- und Osteuropa mit Sant'Egidio in Auschwitz, um NEIN zu sagen zu Gewalt und Krieg

 
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Vom 18. bis 20. September 2014 findet in Auschwitz-Krakau das vierte von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisierte Internationale Treffen "Europäische Jugend für eine gewaltfreie Welt" statt. 1.000 Jugendliche aus Tschechien, Georgien, Italien, Polen, Rumänien, Russland, der Slowakei, der Ukraine und Ungarn werden daran teilnehmen.

Die in fünfundsiebzig Ländern der Welt mit über 60.000 Mitgliedern verbreitete internationale Laienvereinigung Gemeinschaft Sant'Egidio (www.santegidio.org ) ist seit über zwanzig Jahren in den Ländern Mittel- und Osteuropas tätig. Vor allem Jugendliche setzen sich solidarisch für die schwächsten Schichten der Bevölkerung ein (Obdachlose, einsame alte Menschen, Kinder in Heimen, Roma) und führen kulturelle und gesellschaftliche Initiativen durch, um eine Kultur der Solidarität, des Zusammenlebens und des Dialogs zu fördern.

2008, 2010 und 2012 fanden ähnliche Treffen mit Tausenden von Jugendlichen aus Mittel- und Osteuropa statt. Das Gedenken an den Schrecken des Zweiten Weltkriegs, den Abgrund der Shoah und des Porrajmos (der Vernichtung von Roma und Sinti) waren wichtige Erfahrungen, um den Kundgebungen von Antisemitismus, Antiziganismus, Xenophobie und Rassismus entgegenzutreten, die in den europäischen Gesellschaften noch verbreitet sind. Diese Probleme sind nicht nur auf europäischer sondern auch auf globaler Ebene festzustellen. Seit ca. fünfzehn Jahren organisiert Sant'Egidio Kampagnen zur Sensibilisierung und Fortbildung von Jugendlichen aus Mittel- und Osteuropa, führt Tagungen, Seminare und Vorträge in Schulen und Universitäten durch und veranstaltet öffentliche Kundgebungen zu den Themen Antisemitismus, Antiziganismus und Rassendiskriminierung, um eine Kultur des Zusammenlebens unter verschiedenen Menschen zu fördern, da dies eine der großen Zukunftsfragen für unsere Gesellschaften in Europa und weltweit darstellt.

Das Treffen in diesem Jahr beschäftigt sich mit dem dringenden Bedürfnis nach Frieden in einer durch den Konflikt in den östlichen Regionen der Ukraine auch in Europa von Kriegsherden übersäten Welt. Es findet hundert Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs statt, in dem Millionen europäischer Jugendlicher zum Kämpfen mobilisiert wurden. Die Tagung der europäischen Jugendlichen in Auschwitz möchte für den Frieden mobilisieren. Die Veranstaltung findet im Zusammenhang mit dem Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant'Egidio vor wenigen Tagen in Antwerpen statt, an dem über 300 Religionsoberhäupter, Vertreter aus Kultur und Politik, Nichtgläubige und Tausende von Jugendlichen aus der ganzen Welt teilgenommen haben. Die von Sant'Egidio eingeladenen Jugendlichen wollen durch das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg, an Shoah und Porrajmos Grundlagen für eine friedliche Zukunft in einem durch Krieg verwundeten Europa finden. Es werden auch Jugendliche aus der Ukraine und Russland teilnehmen im gemeinsamen Wunsch und der gemeinsamen Suche nach Frieden.

Das Treffen von Auschwitz-Krakau ist das Ergebnis einer intensiven Vorbereitungsarbeit an Schulen und Universitäten der beteiligten Länder während des vergangenen Schuljahres und akademischen Jahres. Durch Vorträge, Seminare, Begegnungen mit Zeitzeugen und Filmvorführungen wurden ca. 30.000 Jugendliche erreicht (6.000 allein in der Ukraine) in Schulen und wichtigen Universitäten, wie beispielsweise in Bratislava, Brünn, Bukarest, Budapest, Chmelnickij, Györ, Ivanofrankivsk, Krasnojarsk, Lemberg, Kiew, Moskau, Pecs, Prag, Rom, St. Petersburg, Satu Mare, Stettin und Warschau.

Das Programm des IV. Internationalen Treffens beinhaltet Vorträge einiger Zeitzeugen des durch die Nationalsozialisten durchgeführten Genozids an der jüdischen Bevölkerung und an den Roma und Sinti während des Zweiten Weltkriegs. Sie werden in zwei Versammlung in Krakau am 18. September zu den Jugendlichen sprechen:

- Rita Prigmore, eine Sintezza aus Würzburg, die Opfer der medizinischen Versuche der Nationalsozialisten wurde,

- Mordechai Peled, ein Jude rumänischer Herkunft und Überlebender des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Am 19. September findet nach dem Besuch des Museums im Konzentrationslager Auschwitz eine Zeremonie der Jugendlichen im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau statt, wo nach einem Schweigemarsch Blumenkränze am Denkmal für die Opfer des Lagers niedergelegt werden und in verschiedenen Sprachen ein Appell für eine gewaltfreie Welt verlesen wird.

______________

Während des Internationalen Treffens werden Pressemitteilungen versandt.

Ein Fernsehteam bereitet eine Reportage mit Bildern für Nachrichtensendungen vor, die an interessierte Sender und Internetseiten mit entsprechenden Informationen verschickt werden können. An Aufnahmen interessierte Fernsehkanäle sollten folgende Informationen mitteilen:

a)     Format und bevorzugte Übertragungsgröße - das Team verwendet "Full-HD"

b)     Adresse des Servers, an den das Filmmaterial geschickt werden soll

c)      Adresse, Email oder Telefon, um die Versendung des Materials mitzuteilen.


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