change language
vous êtes dans: home - l'oecum...dialogue - rencontr...tionales - le coura...ome 2013 newslettercontactslink

Soutenez la Communauté

  

Les arrivées des premiers couloirs humanitaires 2018 en Italie. La nouvelle phase du projet, devenu un modèle d'accueil et d'intégration pour l'Europe

"PAIX SUR TOUTES LES TERRES" : 1er janvier, une marche pour un monde qui sache accueillir et intégrer

Le premier jour de l'année nouvelle, manifestations sur tous les continents pour soutenir le message du pape François

De l'Indonésie au Salvador, de l'Allemagne au Mozambique, voici les nouvelles galeries d'images des repas de Noël de Sant'Egidio dans le monde

Des photos continuent d'affluer de tous les continents, regardez-les sur notre carte interactive!

Galerie de photos et vidéos du repas de Noël à Santa Maria in Trastevere

Visite virtuelle de la crèche de Sant'Egidio : Jésus accueilli par les pauvres, les malades, les sans logis et les hommes de toutes confessions

Sant'Egidio et la Muhammadiyah signent à Djakarta un nouvel accord pour la paix et le dialogue interreligieux

une délégation de la Communauté menée par Marco Impagliazzo se trouve en Indonésie

Sant'Egidio au conseil de sécurité de l'ONU pour un point sur la République centrafricaine

Mauro Garofalo : "Le succès de ce premier désarmement garantit la crédibilité de l'ensemble du processus en actes"

Donner à manger aux personnes âgées au Mozambique : distribuitions d'aides alimentaires aux plus pauvres dans la ville de Beira

Aidons les réfugiés rohingyas au Bangladesh

La Communauté de Sant’Egidio lance une collecte de fonds pour envoyer des aides dans les camps de réfugiés au Bangladesh, en collaboration avec l’Eglise locale

Tous les textes de la rencontre #Pathsofpeace

L'assemblée d'inauguration de la rencontre internationale Chemins de Paix

Chemins de 2017 : tout sur la rencontre internationale des religions du monde pour la paix

Le programme, les intervenants et les événements en direct streaming

Global friendship, #MoreYouthMorePeace : le message et l’engagement des Jeunes pour la paix à Barcelone

rendez-vous l’année prochaine à Rome !

 
version imprimable
30 Septembre 2013 16:30 | Maison de Dante

Rede von Heinrich Mussinghoff



Heinrich Mussinghoff


Evêque d’Aix-la-Chapelle, Allemagne

Liebe Schwestern und Brüder!

Verehrte Damen und Herren!
 
"Gott liebt die Armen". Die Heilige Schrift erzählt, wie sehr Jesus Christus die Armen und Kranken, die Benachteiligten und Ausgegrenzten, die an Seele und Leib Leidenden liebt und ihnen hilft. Er sagt: "Ich aber bin unter euch wie der, der bedient" (Lk 22,27). Diese Liebe zu den Armen und dieser Dienst der Barmherzigkeit und Hilfeleistung wird uns anschaulich gemacht in der Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37). Jesus erzählt, wie ein Mann von Jerusalem hinunter nach Jericho ging durch das Wadi Kelt. Räuber überfielen ihn, schlugen ihn halbtot und ließen ihn am Weg liegen. Ein Priester und ein Levit gingen vorbei. Sie waren offensichtlich auf dem Weg zum Tempeldienst nach Jerusalem. Sie hatten die Sorge, dass sie sich durch das Berühren einer Leiche kultisch unrein und damit dienstunfähig machen könnten. Es ist also nicht grobe Herzlosigkeit, sondern sklavische Gesetzestreue, die sie vorbeigehen lässt und den Sinn von Religion, die Erfüllung des Doppelgebots von der Gottes- und Nächstenliebe verfehlt und aus dem Blick geraten lässt. 
Diese Geschichte erhält eine sozialkritische Facette, da es ein Fremder ist, der Barm-herzigkeit übt, ein Mann aus Samarien, ein Kaufmann und Händler wohl, jedenfalls einer, der nicht den rechten Glauben der Juden in rechter Weise teilt, so dass Juden und Samariter nicht miteinander verkehren. Seine gute Tat hat den Namen des "Samariters" ehrenvoll gemacht als eines Menschen, der Barmherzigkeit übt. Der Samariter sieht den halbtot Geschlagenen und hat Mitleid. 
Genau heißt es im Text: ihm dreht sich der Magen, die Eingeweide um; es war ihm zum Kotzen (V 33). Bis in seine Physis ist er erschüttert.
Er kümmert sich um den ausgeraubten Mann, streicht heilendes Öl und Salben auf die Wunden, gibt ihm stärkenden Wein, hebt ihn auf sein Lasttier und bringt ihn zur Herberge. Die Notversorgung ist professionell. Besser könnten wir es auch nicht machen.
Der Überfall geschah im Wadi Kelt, wo man an der alten Wasserleitung des Herodes entlang von Jericho nach Jerusalem 1000 m Höhen-unterschied überwindet, vorbei an grauen Felsen, hin und wieder sieht man Klippdachse und ein paar Schafe und Ziegen neben schwarzen Beduinenzelten, das frische Wasser lässt unten grünes Strauchwerk und blühende Blumen zu. Auf die Passhöhe führt die Maale ha Adumin, deren blutigrote Steine (Jos 15,7) schon an Überfälle denken lassen, und die Wegelagerer oberhalb des Georgsklosters erwecken keineswegs Vertrauen. Auf der Passhöhe befindet sich der Khan el-Harthur, "die Herberge des barmherzigen Samariters".
Und auf diese Herberge und ihren Wirt kommt es mir an. Denn nicht nur die gute Tat des barm-herzigen Samariters ist zu loben. Um gute Taten zu ermöglichen, gehört eine Infrastruktur hinzu, sozusagen deren Möglichkeitsbedingung. Die Institutionen der Armutsbekämpfung und der Gesundheitsvorsorge sind notwendig. Herberge und Wirt sind da. Unsere Armenküchen, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen, unsere Hilfe für Behinderte und schlecht Ernährte sind notwendig. Der gute Samariter ist am Ende nur gut, weil Herberge und Wirt da sind und die Versorgung des Schwerkranken ermöglichen. Die Herberge übernimmt ärztliche Versorgung und Pflege. Der Wirt nimmt die beiden Denare entgegen und vertraut auf die Zusage weiterer Zahlung, falls nötig. Der Wirt ordnet die Verwaltung und Krankenkassen-gelder, Besorgung des wirtschaftlichen, medizinischen, pharmakologischen Betriebs. Christliche Sorge um arme, alte, kranke, unterernährte und behinderte Menschen ist nicht möglich ohne Bancos de Alimentos, ohne Krankenhäuser, Suppenküchen, Sozialpflege-stationen, Behinderteneinrichtungen. Nachfolge Jesu sucht die Freundschaft mit den Armen. Papst Franziskus möchte eine "arme Kirche", die "mit den Armen lebt".
Das alles aber ist am Ende gut, weil alle in der Geschichte von dem Geist bewegt sind, den Jesus lehrt. Die Frage des Gesetzeslehrers nach der Gottes- und Nächstenliebe spitzt sich zu auf die Frage, wer sich als der Nächste dessen erwiesen habe, der von den Räubern überfallen wurde, auf die Frage, wer von den Dreien - Priester, Levit oder Samariter - dem Überfallenen Nächster geworden sei.
Der Gesetzeslehrer antwortet: "Der, der barmherzig war und ihm geholfen hat". Jesus sagt ihm und uns: "Dann geh und handle genauso!" 
Darauf kommt es an: die Gottes- und Nächstenliebe zu leben in Wort und Tat. Die alte klassische Christenlehre hält es in den sieben leiblichen und geistigen Werken der Barmherzigkeit fest:
Hungrige speisen, Durstige tränken, Obdachlose beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke besuchen, Gefangene aufsuchen, Tote begraben.
Zweifelnden raten, Unwissende lehren, Sünder ermahnen, Trauernde trösten, Beleidigungen verzeihen, schwierige Menschen geduldig ertragen, für Lebende und Verstorbene beten.
Es geht um eine Spiritualität der Achtsamkeit, des Helfens und der Barmherzigkeit. Wir wollen und sollen Menschen beistehen in ihren Leiden und Ängsten, die existentiell tief sitzen. Wir wollen und sollen die Würde des Menschen achten, im Leben und im Sterben, die Würde des armen, des alten, kranken und behinderten Menschen. Wir wollen und sollen die Gnade Gottes bezeugen, im Leben, im Sterben und für das, was nach diesem Leben kommt: Gottes Ewigkeit und Seligkeit, sein Reich, der neue Himmel und die neue Erde.
Die Kirchenväter haben in dem barmherzigen Samariter Christus selbst gesehen. Er schenkt uns in den Sakramenten mit Brot, Wein, Wasser und Öl sich selbst, seine Liebe und Freundschaft. Dabei zu helfen, diesen dienenden, barmherzigen Christus gegenwärtig zu setzen, sind wir gerufen. 
Uns allen gilt die Mitteilung des Apostels Paulus: "Ihr seid von Gott geliebt ... darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld ... Alles, was ihr in Worten oder Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn dankt Gott, dem Vater". (Kol 3, 12.17). Amen.

LINKED EVENTS
in the World


PROGRAMMA
PDF

LIVE STREAMING
Programme

NOUVELLES EN RELATION
23 Octobre 2013

« Le courage de l’espérance » : trois vidéos


De Côte-d’Ivoire et de Rome, les images des rencontres « Hommes et religions » de cette année diffusées par les émissions télévisées
IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | ID
2 Octobre 2013
ABIDJAN, CÔTE-D'IVOIRE

"Le Courage de L’espérance" en Afrique


Les religions prient pour la paix avec Rome - Maison de la Communauté de Sant'Egidio Treichville - Arras II - Avenue 27 - Rue 40
IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | ID
1 Octobre 2013

Discours du Saint Pere Francois aux participants a la Rencontre Internationale pour la Paix "Le Courage de L’espérance"

IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | ID
1 Octobre 2013

« France : en 30 ans, 4 présidents et 11 premiers ministres, mais sur l’immigration, nous en sommes aux années '80 » Jean-Pierre Denis, directeur de La Vie

IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | ID
30 Septembre 2013
« Délégitimer la plaie du terrorisme religieux »

Salutation d’Andrea Riccardi à S.S. le pape François au cours de l’audience avec les responsables religieux présents à la rencontre « le courage de l’espérance »

IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA
30 Septembre 2013
MIGRATIONS

Daniela Pompei de la Communauté de Sant’Egidio : « Il faut instituer un centre d’accueil européen en Sicile »

IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | ID
toutes les nouvelles connexes

FAITS MARQUANTS NEWS
2 Février 2018

D'Argentine au sanctuaire des martyrs de Saint-Barthélemy, les reliques des religieux tués en 1976


La prière a été présidée par Mgr Oscar Vicente Ojea, président de la Conférence épiscopale argentine
IT | ES | FR
1 Février 2018 | IRAK

Irak : inquiétude de Sant'Egidio devant le recours à la peine de mort

IT | ES | DE | FR
30 Janvier 2018 | PARIS, FRANCE

Bienvenue ! L'arrivée à Paris de 40 réfugiés syriens par les couloirs humanitaires ouverts en France

IT | ES | DE | FR | CA | ID

ASSOCIATED PRESS
6 Septembre 2015
Shekulli
“Takimi i paqes”, krerët botërorë të feve mblidhen në Tiranë
11 Novembre 2013
Herder Korrespondenz
Religion und Frieden: Internationales Treffen der Gemeinschaft von Sant'Egidio
29 Octobre 2013
Roma sette
Preghiera e condivisione fondamenta della pace
13 Octobre 2013
SIR
Insieme scegliamo il coraggio della pace
6 Octobre 2013
La Vita del Popolo (Treviso)
La pace delle religioni
tous les dossiers de presse